Wealth Aggregation als Grundlage für personalisierte Beratung: wealthAPI im Fincite WealthTech Radar 2026
Susanne Krehl, Chief Growth Officer bei wealthAPI, hat im diesjährigen WealthTech Radar 2026 von Fincite ein Gastkapitel zum Thema Wealth Aggregation verfasst. Der Bericht versammelt Einschätzungen von zwölf Branchenexpertinnen und -experten zu den technologischen und regulatorischen Entwicklungen, die das europäische Wealth Management in den kommenden Jahren prägen werden.

Was Wealth Aggregation leistet
Wealth Aggregation bezeichnet die digitale Zusammenführung aller relevanten Finanzdaten eines Kunden: Bankkonten, Wertpapierdepots, Versicherungen, Altersvorsorgeprodukte sowie nicht-finanzielle Vermögenswerte wie Immobilien, Kunstwerke und Unternehmensbeteiligungen. Über API-Schnittstellen werden diese Daten aus heterogenen Quellen standardisiert und in eine konsistente 360-Grad-Sicht überführt. Das ist die Voraussetzung für datengestützte Beratung und individuelle Anlagestrategien.
Regulatorischer Rahmen: FiDA als Beschleuniger
Die FiDA-Verordnung (Financial Data Access Regulation) wird den Datenzugang in der EU strukturell verändern. Banken und Versicherer müssen Kundendaten über standardisierte APIs für Drittanbieter zugänglich machen. Das eröffnet die Möglichkeit, nicht nur eigene Produkte, sondern auch externe Depots, Kreditinformationen und Versicherungsdaten in Kundenprofile zu integrieren. Für 2026 wird erwartet, dass der Anwendungsbereich der FiDA auf Krypto-Assets und weitere digitale Vermögenswerte ausgeweitet wird. Institute stehen damit vor der strategischen Entscheidung: nur die regulatorischen Mindestanforderungen erfüllen — oder die Datenbasis aktiv nutzen, um eigene Produkte zu entwickeln und die Kundenschnittstelle zu besetzen.
KI als Schicht über den aggregierten Daten
Die Kombination aus vollständigen Vermögensdaten und KI-gestützter Analyse verändert die Qualität der Beratung grundlegend. Regulatorische Prozesse wie das Ausfüllen des WpHG-Fragebogens lassen sich auf Basis bestehender Depotdaten automatisieren. Verhaltensmuster und biographische Ereignisse können in die Finanzplanung einfließen. Portfolio-Balancing und personalisierte Produktempfehlungen werden skalierbar. Susanne Krehl formuliert die Kernthese des Kapitels klar: „Die Aggregation von Wealth Daten in Kombination mit AI ermöglicht wesentlich personalisiertere Finanzprodukte, Empfehlungen und Beratung.“
Herausforderungen: Datenqualität, Sicherheit, Compliance
Die Umsetzung stellt konkrete technische und organisatorische Anforderungen. Finanzdaten aus unterschiedlichen Quellen sind häufig fragmentiert oder inkonsistent. Etablierte Anbieter setzen deshalb auf dynamisches, KI-gestütztes Mapping, das einen einheitlichen Datenstandard über mehrere Schnittstellen hinweg gewährleistet. Parallel dazu gelten hohe Anforderungen an Datensicherheit und regulatorische Compliance — ISO 27001-Zertifizierung und DORA-Konformität sind dabei relevante Benchmarks bei der Anbieterwahl.
Marktentwicklung
Die Wachstumsdynamik im Segment ist messbar: Laut Juniper Research werden die API-Aufrufe im Open Banking bis 2029 von 137 Milliarden auf 722 Milliarden ansteigen. Wealth Aggregation ist damit kein Nischenthema mehr, sondern wird zur Infrastrukturkomponente für wettbewerbsfähige Finanzdienstleistungen.
WealthTech Radar 2026
Das Kapitel von Susanne Krehl ist Teil des WealthTech Radar 2026, den Fincite gemeinsam mit zwölf Branchenexpertinnen und -experten aus Banken, WealthTechs und Beratungshäusern veröffentlicht hat. Der Bericht ist kostenlos verfügbar unter: fincite.de/knowledge-hub/wealthtech-radar-2026
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